Rhyolith

Streckeisen Rhyolith

Vulkanisches Gestein mit einem hohen Quarzanteil (Streckeisen-Diagramm). Einsprenglinge von Quarz, Alkalifeldspat, Plagioklas und wenigen dunklen Gemengteilen (Biotit, Amphibol) in einer dichten, glasartigen Grundmasse. Das Gestein entstand aus saurem und darum zähflüssigem Magma. Die Lava kann im Vulkanschlot oder in Vulkangängen erstarren. Andererseits kann es zu einem explosionsartigen Vulkanausbruch kommen: es bildet sich eine über 800 °C heisse Glutwolke, welche als pyroklastischer Strom (Ignimbrit) über die Flanken des Vulkans und weit ins Vorland fliessen kann und bei Temperaturen unter 550 °C erstarrt.

Im Rhyolith können so genannte Fiamme vorhanden sein - vom Vulkan ausgeworfene Bimssteine oder Glasfragmente, welche heiss und formbar sind, und während des Fluges in die Länge gezogen und bei der Ablagerung zusammengedrückt werden. Typischerweise entstehen flammenförmige Strukturen (italienisch: Fiamma/Fiamme).

Schwach metamorphe Rhyolithe (anchimetamorph) werden als Quarzporphyr bezeichnet.