Kugelfänge von Schiessanlagen

Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts betrieb praktisch jede Gemeinde - damals rund 3000 Gemeinden - eine eigene Schiessanlage. Als Kugelfänge der 300-m-Anlagen dienten zum Teil Felswände oder andere natürliche Geländeerhebungen, in der Regel wurden aber Erddämme geschüttet. Die Einschusslöcher wurden mit Sand, Fahrzeugreifen, Kantholz oder Holzschnitzeln gefüllt.

 

Die Projektile bestehen aus einer Blei-Antimon-Legierung. In den Kugelfängen gehen die Geschosse beim Einschlag je nach Untergrund kaputt, zersplittern auf Steinen, werden im Einschussbereich zusammengestaucht oder bleiben ganz in lehmigem Boden stecken. Über die Jahre zersetzen sich die Projektile und Geschosspartikel. Während Blei relativ immobil ist, kann das giftige Antimon stärker ausgewaschen werden und zu einer Umweltgefährdung führen.

 

Heutzutage wird die Freisetzung von Schwermetallen durch den Einbau von kontrollierten Kugelfangsystemen verhindert. Die Kugelfangkästen können geleert und die Geschosse recycliert werden.


Beispiele von Kugelfängen: