Plattentektonik

Der obere Mantel (die Asthenosphäre) ist viskos und enthält Konvektionszellen, welche durch aufsteigende Wärme getrieben werden. Die Bewegungen in der Asthenosphäre führen dazu, dass sich die überliegende Lithosphäre mitbewegt, dass sich die einzelnen Platten, wie auf dem Mantel schwimmend, gegeneinander bewegen, was mit dem Begriff Plattentektonik zusammengefasst wird. Mit der Plattentektonik stehen verschiedene Phänomene in Zusammenhang:
  • Platten driften auseinander: Wo die Platten auseinander driften, wird der entstehende Raum durch eindringendes Mantelmaterial gefüllt, es entsteht neue, ozeanische Kruste. Der Vorgang findet oft an mittelozeanischen Rücken, wie im Atlantik, statt.
  • Platten kollidieren: Wo kontinentale auf kontinentale Kruste trifft, entstehen Gebirge. Gesteinsschichten werden ineinander verkeilt, abgesenkt, gehoben und überschoben. Platten können sich auch entlang einer tektonischen Linie aneinander vorbei bewegen. Die sich aufbauenden Spannungen können sich ruckartig abbauen; es kommt zu Erdbeben.
  • Platten subsidieren: Wenn ozeanische auf kontinentale Kruste trifft, so wird die spezifisch schwerere, ozeanische unter die leichtere, kontinentale Kruste absinken (=subsidieren). In der Tiefe wird die Kruste aufgeschmolzen. Am Kontakt wird meist nur wenig ozeanische Kruste "abgeschabt" und auf die kontinentale Kruste gehoben (=obduziert).