Radonkarte

Der Untergrund ist für die Höhe der Radonbelastung ursprünglich verantwortlich. In Kristallingebieten ist die Urankonzentration des Gesteins erhöht, weshalb viele Gebiete im Tessin und in Graubünden als Radongebiet hervorstechen. Weiter muss im Untergrund ein genügend grosses Porenvolumen vorhanden sein, damit radonhaltige Bodenluft verfügbar wird. Dies ist für Karstgebiete (Jura), Bergsturz- und Sackungsgebiete, aber auch für Schotterablagerungen der Fall (Mittelland).

Die Radonkarte der Schweiz gibt die Radongefährdungsgebiete wieder, in welchen mit Richt- und Grenzwertüberschreitungen zu rechnen ist. Besonders für die Radongefährdungsgebiete gilt, dass die Radonwerte in Abhängigkeit von Baugrund und Bauweise unterschiedlich sind, so dass in der Innenluft eines Hauses hohe und im Nachbarhaus niedrige Radonwerte gemessen werden; über die effektiven Verhältnisse gibt eine Radonmessung Auskunft.